Sie rennen was das Zeug hält aus dem Maschinenraum hinaus, was sich durch den sich selbst zerstörenden Reaktor einiges erschwert wird.Sie erreichen die Brücke zum vorerst rettenden Durchgang. Froe rennt voraus und ist somit auf der besseren Seite, als ein herunterstürzendes Rohr die Brücke entzwei bricht. Neo kann gerade noch einen rettenden Hüpfer zurück machen und entgeht so dem tödlichen Rohr. Doch der entstandene Abstand ist zu gross, um hinüber zu springen.
Neo: „Verdammt!!!“
Froe: „Neo! Alles ok?“
Neo: „Ich schon, aber die Brücke…“
Froe: „Heilige Scheisse!“
Neo: „Geh schon vor! Ich suche einen anderen Weg!“
Froe: „Bist du noch zu retten? Ich lass dich nicht alleine!“
Neo: „Nun verschwinde endlich! Sonst schaffst du es nicht mehr!“
Froe: „Na gut… Aber wehe du kratzt hier unten ab! Das wird’ ich dir niemals verzeih’n!“
Neo: „Ich komme nach.“
Froe: „Versprochen?“
Neo: „Versprochen! Und nun hau endlich ab!!!“
Ohne ein weiteres Wort zu verschwenden, dreht sich Froe um und rennt davon. Neo macht sich auf und sucht sich einen anderen Ausgang. Er hat 3 Minuten Zeit dafür. Doch so sehr er auch sucht, er wird nicht fündig.
Neo: „Das war’s dann… Ich kann mein Versprechen nicht einhalten. Verzeih mir, Froe…“
Schliesslich fällt der gesamte Reaktor auseinander und Neo fällt in die Tiefe, direkt in die Geostigma-Ader (Die zufälligerweise grösstenteils das Element Schatten beherbergt) und verliert das Bewusstsein.
Ein weiterer Traum. Neo sitzt als kleiner Junge in einer Waldlichtung an einem Teich und hält eine Lotusblüte in der Hand. Die Schönste vom ganzen Wald. Drei weitere Jungen betreten das Geschehen. Sofort umkreisen sie ihn und schneiden ihm damit jeglichen Fluchtweg ab. Der grösste von ihnen bricht die Stille des Waldes.
Anführer: „Na wen haben wir den da gefunden? Ein süsser kleiner Junge, Liebling von allen Müttern und Mädchen. Und er hat sogar eine Blume für uns gepflückt. Wie niedlich! Hehe!“
Kumpels: „Hehehe!“
Neo: „…“
Anführer: „Lacht nicht! Wir wollen ihm ja keine Angst machen. Na, was ist? Willst du uns die Blume nicht geben? Damit wäre ich vielleicht auch der Liebling von allen, oder was meint ihr?“
Kumpels: „Hehehe! “
Neo: „…“
Anführer: „Hast du deine Zunge verschluckt oder hat dir deine Mami verboten, mit anderen Jungs zu reden?“
Neo: „…“
Anführer: „Heh! Antworte gefälligst, wenn ich dich etwas frage!“
Der Anführer der Lausbuben stösst Neo hart zu Boden.
Anführer: „Du hast die Blume fallengelassen. Schäm dich! Du bist nicht besser als der Dreck, auf dem du gerade rumlümmelst. Ich weiss echt nicht was an dir so besonders ist. Ich habe ihr schon hundert Geschenke gemacht, doch immer wenn du kommst, lässt sie mich stehen, als wäre ich gar nicht da. Sag’s mir! Was macht dich besonders?“
Der Anführer verpasst ihn einen Tritt in die Seite.
Neo: „…“
Anführer: „Du willst nicht antworten? Du meinst etwa, ich sei eine Antwort nicht wert, hä? Du bist ein Arroganter Hosenscheisser. Du scherst dich ’n Dreck um andere! Du hast sie nicht verdient! Ich sollte dich hier in diesem Teich ersäufen! … Hey! Hörst du mir überhaupt zu!?“
Neo: „…“
Anführer: „Jetzt reichts!!!“
Der Anführer macht einen Schritt auf Neo zu und zertritt dabei die Lotusblüte. Dann beginnt er ihn wiederholt zu treten. Der Bildschirm verdunkelt sich derweil stetig.
Anführer: „Nimm dies du mieser, dreckiger, kleiner, arroganter, verdammter, …“
Der Bildschirm ist mittlerweile schwarz. Ein einzelner Herzschlag ist zu hören.
Anführer: „Was… Was zum…!?“
Alle: „AAAAAHHHHH!!!“
Ende des 1. Kapitels